31. August 2026

Website Backup: Was passiert eigentlich im Hintergrund?

„Wir haben eh ein Backup.“

Gut.

Aber was bedeutet das eigentlich?

Eine Website zu sichern bedeutet nicht einfach, irgendwo eine Kopie abzulegen. Im Hintergrund müssen mehrere Bestandteile zusammenspielen, damit eine Website im Ernstfall tatsächlich wiederhergestellt werden kann.

In unserer Serie „Hinter den Kulissen einer Website“ schauen wir diesmal deshalb etwas genauer hin – und gehen eine Ebene tiefer in die technische Welt einer Website.

Keine Sorge: Wir ersparen Ihnen das Fachchinesisch. 😉

Symbolissch für das Thema Backup einer Website ist ein alter Schlüsselbund auf einem mdoernen Schreibtisch zu sehen.
Sicherheit für alle Fälle!

Was wird bei einem Websit Backup eigentlich gesichert?

Eine Website besteht aus verschiedenen Bestandteilen.

Bei einer WordPress-Website gehören dazu beispielsweise:

* die Dateien des WordPress-Systems

* installierte Themes

* Plugins und deren Einstellungen

* hochgeladene Bilder und Dokumente

* individuelle Konfigurationen

* und vor allem: die Datenbank

Gerade die Datenbank ist wichtig.

Dort werden unter anderem Seiteninhalte, Beiträge, Einstellungen und viele weitere Informationen gespeichert.

Eine reine Kopie des Ordners mit den Bildern würde deshalb bei weitem nicht ausreichen.

Wie läuft ein Backup technisch ab?

Nehmen wir zwei typische Varianten als Beispiel.

Beispiel 1: Backup über das Hosting

Viele Hosting-Anbieter bieten automatische Backups an.

Dabei wird die Website nach einem festgelegten Zeitplan gesichert. Je nach Hosting und Konfiguration können dabei beispielsweise die Website-Dateien und die Datenbank erfasst werden.

Vereinfacht sieht das so aus:

  • Website → Dateien + Datenbank → Backup → separater Speicher

Im Ernstfall kann dann – abhängig vom jeweiligen Hosting – ein bestimmter Sicherungsstand wiederhergestellt werden.

Wichtig ist allerdings auch hier: Man sollte wissen, was tatsächlich gesichert wird, wie lange die Sicherungen aufbewahrt werden und wie eine Wiederherstellung funktioniert.

4business bietet selbstverständlich Hosting-Dienste inklusive umfassender Sicherheitsleistungen an…

Beispiel 2: Backup über ein WordPress-Plugin

Bei einer WordPress-Website kann die Sicherung auch über ein entsprechendes Backup-Plugin erfolgen.

Das Plugin kann beispielsweise:

* die WordPress-Dateien sichern

* die Datenbank exportieren

* Bilder und andere Mediendateien erfassen

* die Sicherung komprimieren

* und sie anschließend an einem vorgesehenen Speicherort ablegen

Je nach Plugin und Konfiguration kann dieser Speicher beispielsweise außerhalb des eigentlichen Webservers liegen.

Auch hier gilt:

Backup erstellt – aber bitte nicht einfach abhaken.

Es sollte kontrolliert werden, ob die Sicherung erfolgreich durchgeführt wurde und ob die benötigten Bestandteile tatsächlich enthalten sind.

Die beiden Beispiele sind bewusst vereinfacht dargestellt. Welche Backup-Lösung sinnvoll ist, hängt von der jeweiligen Website, dem Hosting und den Anforderungen ab.

Aber damit ist die Arbeit noch nicht erledigt1

Jetzt kommt der Teil, den viele übersehen.

Nach einer Sicherung sollte kontrolliert werden, ob sie tatsächlich erfolgreich war.

Denn ein automatisierter Prozess kann beispielsweise abbrechen, weil:

* nicht genügend Speicherplatz vorhanden ist

* eine Verbindung unterbrochen wurde

* einzelne Dateien nicht gelesen werden konnten

* die Datenbank Probleme verursacht

* oder die Sicherung aus einem anderen Grund nicht vollständig erstellt wurde

Deshalb sollte man nicht nur darauf vertrauen, dass irgendwo „Backup erfolgreich“ steht.

Wo wird die Sicherung gespeichert?

Eine wichtige Grundregel lautet:

Das Website Backup sollte nicht ausschließlich am selben Ort liegen wie die Website.

Denn wenn der Server ausfällt oder beschädigt wird, wäre im schlimmsten Fall auch die Sicherung nicht mehr erreichbar.

Deshalb werden Backups – abhängig von System und Anforderungen – beispielsweise auf einem getrennten Speicher oder an einem anderen sicheren Standort abgelegt.

Dabei geht es um eine einfache Frage:

Wenn die Website ausfällt – kommen wir noch an die Sicherung heran?

 

Was passiert bei einer Wiederherstellung?

Jetzt wird es richtig interessant.

Angenommen, ein fehlerhaftes Update hat eine wichtige Funktion der Website beschädigt.

Dann kann – abhängig vom Problem – ein früherer Sicherungsstand wiederhergestellt werden.

Dabei müssen Dateien und Datenbank wieder zusammenpassen.

Vereinfacht:

Backup auswählen → Dateien wiederherstellen → Datenbank wiederherstellen → Website prüfen

Danach wird kontrolliert:

* Sind die Seiten wieder erreichbar?

* Sind Bilder vorhanden?

* Funktionieren Formulare?

* Stimmen wichtige Einstellungen?

* Funktionieren Plugins und andere Erweiterungen?

* Gibt es Fehlermeldungen?

Erst wenn alles wieder funktioniert, ist die Wiederherstellung abgeschlossen.

 

Backup ist nicht gleich Wiederherstellung

Und hier kommt ein Punkt, der gerne übersehen wird:

Ein Backup zu haben bedeutet noch nicht automatisch, dass man eine Website problemlos wiederherstellen kann.

Im Ernstfall muss beispielsweise geklärt werden:

* Welche Sicherung ist die richtige?

* Sind alle benötigten Daten vorhanden?

* Lässt sich die Sicherung einspielen?

* Funktionieren Datenbank und Dateien wieder zusammen?

* Sind Formulare und andere Funktionen anschließend noch intakt?

Genau deshalb ist es sinnvoll, nicht erst im Notfall herauszufinden, wie eine Wiederherstellung funktioniert.

Wie oft sollte eine Website gesichert werden?

Das hängt stark von der Website ab.

Eine kleine Unternehmenswebsite, auf der sich einmal im Monat etwas ändert, hat andere Anforderungen als beispielsweise ein Online-Shop mit täglichen Bestellungen.

Auch vor größeren Änderungen oder umfangreichen Updates kann eine zusätzliche Sicherung sinnvoll sein.

Es gibt deshalb nicht die eine richtige Backup-Frequenz für alle Websites.

Entscheidend ist, wie wichtig die Website für das Unternehmen ist und wie schnell ein aktueller Stand im Ernstfall wieder verfügbar sein müsste.

Backups gehören zu den Dingen, die man im besten Fall niemals bemerkt.

Fazit

Sie laufen im Hintergrund; sie werden kontrolliert und liegen hoffentlich genau dann bereit, wenn man sie braucht.

Und wenn dieser Moment tatsächlich einmal kommt, ist man froh, wenn jemand vorher nicht nur auf „Backup erstellen“ geklickt hat, sondern sich auch Gedanken über Speicherung, Kontrolle und Wiederherstellung gemacht hat.

Denn eine Website ist nicht nur das, was man sieht. Hinter ihr steckt ein technisches System – und dieses System braucht Vorsorge.

 

Im nächsten Teil

Wir haben jetzt gesichert, was wir können.

Aber was ist, wenn die Website zwar funktioniert, sich aber plötzlich quälend langsam anfühlt?

Im nächsten Beitrag geht es um Ladezeit und Performance – und darum, wo man eigentlich nach der Ursache sucht.

Symbolissch für das Thema Backup einer Website ist ein alter Schlüsselbund auf einem mdoernen Schreibtisch zu sehen.

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